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By: Matthias Bogue

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Friday, 22-Apr-2011 08:33 Email | Share | | Bookmark
Indonesien

Borobudur
Prambanan
Indonesische Reistafel im Hotel in Jogyakarta
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Saturday, 10-Jan-2009 12:00 Email | Share | | Bookmark
Chili con Carnival

Dina, Daniel und Mattes
Küche 1
Küche 2
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Wednesday, 4-Jan-2006 00:00 Email | Share | | Bookmark
Erste Bilder Thailand

Garküche in Bangkok direkt am Fluß
Michael im Express Boat
Das Schicksal der Gefangenen am River Kwai
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Tuesday, 26-Apr-2005 00:00 Email | Share | | Bookmark
Gastkommentar Michael

Gastkommentator Michael
Wachteln, Säfte, Affenköpfe – Eine Anekdote für Brasilienliebhaber und andere Hedonisten

Kennen Sie Brasilien? Ich auch nicht. Alles, was ich von meinem Bruder mitbekomme, spielt sich zwischen irgendwelchen Restaurants ab. Meine Theorie ist, dass dieses Land wie ein riesiges Buffet ist, das durchgehend geöffnet hat. Für ein paar Cent kann man soviel essen, bis einem so übel ist dass man die Mahlzeit mit einem Affenzahn wieder aus dem Magen katapultiert. UND danach wieder weiter mampft, als wäre nichts gewesen (weil man zahlt ja nur einmal). Oder die immer beliebten Saftgeschichten („Ich geh mir mal n Saft pressen“, „Habe heute einen Liter Saft für 3 Cent getrunken“, etc.). Ja, Matthias versteht es schon, mich auf andere Gedanken zu bringen. Das Land versinkt im Chaos mit einem Millionenheer von Arbeitslosen, aber der Herr trinkt Saft. Mmh. Vielleicht sollte ich mein Konto leer räumen und mich selbst überzeugen, was da alles vorgeht. Aber was erwartet mich da genau? Glücksbärchis, die sich mit Unmengen von Saft zulitern während sie auf Regenbögen um die Wette schliddern, Einhörner, die mich von einer Punica-Oase zur nächsten bringen und Wachteln, die mir in den Mund fliegen? Die ich dann mit noch mehr Saft runterspülen kann?? Es gibt Dinge, die sollte der Mensch nicht wissen, findet

Michael


Tuesday, 5-Apr-2005 00:00 Email | Share | | Bookmark
Dritter Bericht - Foz do Iguaçu

Garganta del diablo - brasilianische Seite
Wasserfälle - Brasilianische Seite
Wasserfall mit Regenbogen
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Hallo zusammen,

hier ist der Bericht über Gullivers letzte Reise: den Trip nach Foz do Iguaçu – inklusive Kurztrips nach Argentinien und Paraguay!
Da wir über Ostern Donnerstag und Freitag frei hatten, haben wir Mittwoch abend den Bus nach Foz do Iguaçu genommen. Sind ja auch nur 15 Stunden Fahrt…allerdings war es sehr angenehm da wir „leito“ (Bett) genommen haben, die herrlich dekadente Busklasse wo man sich komplett lang machen kann - sogar ICH habe es geschafft dort zu schlafen, was wirklich was heißen mag! Wir hatten den Trip zu viert geplant – Sebastian der Norweger, Julie die Französin, Katherine die Neuseeländerin und der bekloppte Deutsche (also ich). Also Mittwoch abend um 18:00 sind wir dann losgefahren. Allerdings nur zu dritt, denn Sebastian hatte seinen Paß zuhause gelassen und durfte zur Belohnung erst gar nicht den Bus betreten – also haben wir uns zu dritt auf den Weg gemacht. Die Fahrt war sehr angenehm und ich habe ca. fünf Stunden geschlafen, was für mich wirklich viel ist. Am Donnerstagmorgen sind wir dann angekommen und haben erstmal den nächsten Bus ins Stadtzentrum genommen. Dort haben wir ein Hotelzimmer zu dritt genommen, 21 € für drei inklusive Frühstück war schon ein faires Angebot. Nachdem wir alle noch (nacheinander) unter die Dusche gesprungen waren, sind wir (schon wieder!) mit dem Bus zum Nationalpark an den Wasserfällen gefahren. Nachdem Zahlen des Eintritts ging es dann vom Eingang des Parks weiter zu den Fällen, mit einem anderen Bus natürlich. Was an den Wasserfällen eigentlich das beeindruckendste war, war ihre Vielzahl. Wie Ihr auf den Bildern sehen könnt, gab es so viele Wasserfälle, die sich wirklich wie ein Band durch die Landschaft zogen. Der Wanderweg, der sich den eigentlichen Wasserfällen das letzte Stück näherte, führte einen sehr schön an den ganzen anderen Wasserfällen vorbei. Nach sechs Wochen São Paulo haben wir die Natur richtig genossen. Was ich überhaupt nicht genossen habe, war die Tatsache, daß alle meine Kommunikationsversuche mit den Parkangestellten scheiterten: Jede Frage auf Portugiesisch meinerseits wurde auf Spanisch beantwortet, da sie mich wahrscheinlich für einen normalen Touristen hielten der eh kein Portugiesisch spricht. Dieses Durcheinander verwirrte mich wirklich, nachdem ich es endlich geschafft hatte, meinen Kopf auf Portugiesisch zu programmieren und mein Spanisch zu „vergessen“.
Als wir dann am nächsten an den Wasserfällen dran waren, war es schon wirklich eindrucksvoll. Vor allem der feine Sprühregen war sehr erfrischend, denn wir hatten wirklich perfektes Wetter – ca. 30° und blauer Himmel.
Danach machten wir uns auf den Weg ins Hotel, was auch wieder einige Zeit dauerte. Die Stadt Foz do Iguaçu hat ca. 250.000 Einwohner, macht aber trotzdem einen dermaßen verschlafenen und provinziellen Eindruck. Unglaublich, man merkt es gar nicht daß die Stadt so viele Einwohner hat. Irgendwie verströmte die Stadt eine Art „Eifel-Atmosphäre“. Sehr lustig, sogar die Hauptstraße war zum Teil nicht gepflastert. Das Preisniveau war noch um einiges günstiger als in São Paulo, der frisch gepreßte Orangensaft war schon für 23 Cent zu haben und unser all you can eat Pizza Abendessen kostete 2,32 €.
Am nächsten Tag sind wir dann früh aufgebrochen, da es ca. anderthalb Stunden dauerte bis man den Parkeingang der argentinischen Seite erreicht hatte. Wir sind mit dem städtischen Bus gefahren der uns nach Puerto Iguassú bringen sollte. Wir…da wird’s schon wieder heikel: die Französin hatte nämlich nur eine vom brasilianischen Notar beglaubigte Kopie ihres Passes dabei – was die argentinischen Zöllner natürlich nur mäßig beeindruckte…ab der Grenze waren es dann nur noch die Neuseeländerin und ich. Julie wollten wir später wiedertreffen, hatten wir als letztes vereinbart.
Da es Karfreitag war, war der Park natürlich proppenvoll und die lustige Bahn, die die Leute durch den Park karrte war total überlastet. Also sind wir zu Fuß die ganzen „Attraktionen“ abgegangen, was auf der argentinischen Seite wirklich total schön ist. Die argentinische Seite der Wasserfälle ist nämlich um einiges größer als die brasilianische. Während die brasilianische Seite einen Wanderweg zu den Wasserfällen mit schönem Blick hat, sind es auf der argentinischen Seite drei. Als erstes nahmen wir den „Circuito inferior“, der uns zu den ersten Wasserfällen brachte. Der Ausblick von dort war sehr schön, allerdings kam man auch dort nicht richtig an die Wasserfälle heran sondern hatte eher einen Panoramablick, und zwar von unten. Auf der argentinischen Seite war der bereits erwähnte Sprühnebel wesentlich öfter zu sehen, und zwar fast immer mit einem schönen Regenbogen dabei. Einmal war der Sprühnebel so groß, daß man sogar zwei parallele Regenbögen gesehen hat.
Der Himmel war ein bißchen bedeckt und es war superschwül. Zwar nur 27° aber dafür 800 % Luftfeuchtigkeit – so hat sich’s auf jeden Fall angefühlt. Während wir durch den Wald wanderten kam mir in den Sinn, daß ich mir eigentlich so immer Vietnam vorgestellt hatte.
Auf der argentinischen Seite gibt es noch eine kleine Insel ganz in der Nähe der Wasserfälle, wo man sogar richtig baden kann. Wir hatten vorsorglich Schwimmsachen mitgebracht, aber der Bootstransfer zur Insel war auch wieder dermaßen überfüllt, daß wir das ganze erstmal auf später verschoben. Für die „Circuitos inferiores“ brauchten wir ca. anderthalb Stunden. Danach sind wir die „Circuitos superiores“ abgegangen – ein Rundgang um die Wasserfälle von oben. Interessant waren immer die vielen bunten Schmetterlinge, die an Pfützen zu Dutzenden zum trinken aufgereiht waren, und zwar so was von dicht wie man es in Europa nie sieht. Auch an den Wasserfällen schmetterlingten sie überall herum, und zwar so dicht dabei daß man dachte, sie müßten eigentlich direkt vom Wasser mitgerissen werden. Eine weitere sehr wichtige Erinnerung an die Circuitos superiores ist der quälende Hunger, der uns gegen Ende plagte. Nachdem wir eine Imbißbude und nach langem Hin und Her auch einen freien Tisch gefunden hatte, mußten wir auch schon wieder die Flucht ergreifen. Heerscharen argentinischer Bienen wollten ihren Tisch einfach nicht mit ausländischen Touristen teilen – na gut. Nachdem wir ein anderes Restaurant gefunden hatten, mußten wir auf einen freien Tisch warten – zusammen mit zig anderen Leuten die alle wie die Tiger um die noch besetzten Tische herumstreunten. Klingt jetzt alles halb so wild, aber die Atmosphäre war doch sehr angespannt und es roch schon fast nach Fausthieben. Nach dem Mittagessen sind wir dann den letzten und spektakulärsten Teil der Wasserfälle abgegangen, den „garganta del diablo“ (Teufelsrachen). Dieses Mal konnten wir sogar mit der Bahn fahren. Am „Teufelsrachen“ steht man am dichtesten an den Wasserfällen, und zwar an den größten die der Park zu bieten hat. Wirklich eindrucksvoll, dort SIEHT man das Wasser richtig und der Lärm der Wassermassen ist schon sehr laut. Zurück sind wir dann wieder gelaufen weil die Schlange für die Bahn wieder mal so lange war wie vor einem Südfrüchtegeschäft in der DDR. Lustig war, wie viele Leute Mate Tee tranken, und zwar nicht nur irgendwelche Alten wie auf Reiseführertitelseiten, sondern wirklich jeder der was auf sich hielt. Viele Leute hatten richtig professionelles Equipment dabei, Lederköcher mit Thermoskanne womit jederzeit und überall ein neuer Aufguß in die Teetasse möglich war. In den Souvenirläden gab es dann natürlich auf fünf Sorten Tee zu kaufen, nicht mal schlecht. Postkarten waren auch erhältlich, aber leider keine Briefmarken, daher gibt es leider keine Postkarten aus Argentinien für Euch – sorry. Als wir dann wieder in Brasilien in unserem Hotelzimmer ankamen fanden wir einen Zettel der Französin vor, der uns verriet, daß sie schon wieder nach São Paulo abgereist sei. Na super, ist man schon mal in der Gegend (15 Stunden Fahrt, Ihr erinnert Euch…) und könnte auch noch andere Sachen machen, wenn man schon keinen Paß hat. Aber nein, man spielt beleidigte französische Leberwurst (oder sagt man beleidigten Rotwein?) und fährt nach Hause – na gut.
A propos andere Sachen, direkt neben der Stadt gibt es noch den Itaipú-Staudamm, den größten Staudamm der Welt. Den haben wir uns aber leider nicht mehr angeguckt sondern sind am nächsten Tag (Samstag) nach Ciudad del Este in Paraguay gefahren. Ciudad del Este ist bekannt für seine zollfreien Einkaufsmöglichkeiten – denn Elektronik ist in Brasilien dermaßen mit Importzöllen belegt daß Sachen fast das doppelte des europäischen Preises kosten. Daher fahren viele Brasilianer immer nach Paraguay zum einkaufen. Komischerweise mußten wir an der Grenze nicht anhalten sondern konnten uns direkt in das Getümmel der Straßenhändler stürzen. Die Straßen waren hier alle nicht asphaltiert, und die Präsenz von drei fliegenden Händlern pro Quadratmeter machte das Ganze auch nicht übersichtlicher. Überall lag Müll herum, tote Tiere stanken vor sich hin – Fotos habe ich an diesem Tag keine gemacht weil ich es einfach nicht gewagt habe, meine Kamera aus der Tasche zu ziehen. Eigentlich war dort alles schmutzig, dreckig und kaputt. Leute tranken auch hier alle Mate, allerdings aus schmutzigen Tassen. Lustig ist, wie inmitten dieses Chaos das Kopieren von Produkten auf die Spitze getrieben wurde: DVD-Filme für 1,45 € das Stück in riesiger Auswahl. Da haben wir natürlich erstmal zugeschlagen. Des weiteren habe ich noch einen Montblanc-Kugelschreiber für denselben Preis gekauft – komisch, daß die dort so günstig und in Deutschland so teuer sind. Wahrscheinlich werden sie in Paraguay hergestellt und sind in Deutschland hoch besteuert. Während man durch die Straßen lief wurde einem wirklich alle dreißig Sekunden etwas anderes angeboten, von Socken über Goldketten bis hin zu Tierpornos wirklich alles…unglaublich. Geschäfte die hochwertige Elektronik verkauften hatten ihr eigenes Sicherheitspersonal wie in Brasilien, aber richtig schwer bewaffnet. Also direkt Schrotflinte und Maschinenpistole (kein Witz!). Als ich gegen Mittag Katherine fragte, ob wir nicht was essen sollten, meinte sie nur, daß sie am liebsten sofort dieses Land verlassen wollte…da es sonst eh nichts zu sehen gab nahmen wir den nächsten Bus zurück. Komisch, aber wir mußten den ganzen Tag nicht ein Mal unseren Paß vorzeigen.
Die einzigen „typischen“ Mitbringsel aus Paraguay sind ein Mate-Strohhalm (die haben ein Sieb unten um keine Teeblätter mitzutrinken, die werden ja noch mal gebraucht) und roter Staub, der immer noch an meinen Schuhen klebt und partout nicht abgeht.
Wieder in Foz angekommen, haben wir dann noch ein bißchen Zeit totgeschlagen und dann um 17:50 unseren Bus zurück nach São Paulo genommen. Auf dem Rückweg haben wir quasi durchgeschlafen weil wir dermaßen groggy waren – haben ja jeden Tag auch genug rumgerödelt. Sonntag morgen sind wir dann eine halbe Stunde früher als erwartet angekommen weil extrem wenig Verkehr war. Den Rest des Tages habe ich hauptsächlich verschlafen, verduscht und verfernsehengeguckt. Sehr angenehm! So, das war’s dann auch schon wieder. Ich melde mich ab jetzt wieder häufiger – endlich habe ich auch mal einen ansatzweise geregelten Tagesablauf und diese Woche gibt’s auch endlich den Bericht über Rio, er ist fast fertig. Machts weiterhin alle gut,

Euer Matthias


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